Forschung

Einführende Bemerkungen zu Bergsportarten

In: Bergsport & Gesundheit - Effekte von Alpinsport auf Fitness, Lebensqualität und Wohlbefinden
Buchbeitrag: Lukas Graiff, Johannes Burtscher, Martin Burtscher & Martin Kopp
Bergsport hat einen wesentlichen Einfluss auf die Gesundheit.
Risikoreiche Bergsportarten fordern Planung und Risikomanagement.
Bergsport birgt trotz sorgfältiger Planung immer ein Restrisiko.
Auch weniger geübte Menschen erhalten durch Seilbahnen und E-Bikes Zugang zu Bergsport.

Kurzfassung des Buchbeitrages:

Bergsportarten umfassen eine Vielzahl von Aktivitäten im Sommer und Winter, wobei geoklimatische Faktoren wie Kälte, Höhe und Geländeeigenschaften die Leistung und Sicherheit maßgeblich beeinflussen. Mit zunehmender Höhe sinkt die Temperatur erheblich, was physiologische Auswirkungen hat und den Einsatz funktioneller Kleidung zum Schutz vor Unterkühlung erfordert. Eine besonders intensive UV-Strahlung, die durch Reflexion an Schnee oder Fels zusätzlich verstärkt wird, macht konsequenten Haut- und Augenschutz unverzichtbar. Der Sauerstoffmangel in großen Höhen (Hypoxie) kann zudem zur Bergkrankheit führen und reduziert die körperliche Leistungsfähigkeit, weshalb eine langsame Akklimatisierung wichtig ist. Das unberechenbare natürliche Gelände birgt zwar höhere Sturzrisiken als kontrollierte Sportstätten, bietet jedoch zugleich vielfältige gesundheitsfördernde Reize für den Stoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System. Neben der Prävention chronischer Krankheiten spielt eine angepasste Ernährung und Hydrierung, insbesondere eine erhöhte Kohlenhydratzufuhr, eine zentrale Rolle für den Leistungserhalt in der Höhe. Abschließend sind eine sorgfältige Planung sowie ein bewusstes Risikomanagement entscheidend, um die positiven Potenziale der alpinen Umgebung sicher zu nutzen.

Kernbotschaften des Buchbeitrages:

  • Die extremen Einflüsse im Gebirge, wie der Temperaturabfall (ca. 6,5 °C pro 1000 m Höhe) und die mit der Höhe sowie Reflexion (Schnee/Fels) zunehmende UV-Strahlung, erfordern zwingend funktionelle Kleidung und konsequenten Sonnenschutz.
  • Die verminderte Sauerstoffverfügbarkeit in der Höhe führt zu sinkender Leistungsfähigkeit und birgt das Risiko der akuten Bergkrankheit, weshalb eine langsame Akklimatisierung und eine angepasste, kohlenhydratreiche Ernährung wichtig sind.
  • Bergsport bietet durch die vielfältigen Anforderungen an Stoffwechsel, Muskelsystem und Herz-Kreislauf-System ein großes Potenzial zur Vorsorge chronischer Erkrankungen und zur Steigerung der allgemeinen Lebensqualität.
  • Da natürliche Bergumgebungen im Vergleich zu kontrollierten Sportstätten unvorhersehbar sind (z. B. Sturzgefahr, Wetterumschwünge), sind eine sorgfältige Planung, verlässliche Ausrüstung und ein hohes Sicherheitsbewusstsein für ein gesundes Sport-Erlebnis unerlässlich.

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