Forschung

Unternehmerische Ökosysteme in smarten Städten für die touristische Entwicklung

Von Stakeholder-Wahrnehmungen zu regionalen tourismuspolitischen Implikationen
Publikation: Sarah Eichelberger, Mike Peters, Birgit Pikkemaat & Chung-Shing Chan (2020)
Unternehmerische Ökosysteme einer Region profitieren vom Tourismus, da dieser unternehmerische Aktivität fördert.
Einheimische der Stadt Innsbruck sehen ein Potenzial darin, Innsbruck in eine Smarte Stadt zu entwickeln.
Gäste & Touristen sehen medizinische Versorgung und physische Sicherheit als wichtige Attribute einer smarten Stadt.
Schwächen der Entwicklung smarter Städte werden in mangelnder Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitnehmer:innen und Risikobereitschaft gesehen.

Studien aus dem Bereich der Entwicklung smarter Städte zeigen, dass diese mehr Menschen aus dem nahe gelegenen Umland sowie eine steigende Anzahl von Tourist:innen anziehen. Während sich viele “Smart-Tourismus-Konzepte” ausschließlich auf die Entwicklung von Technologie, Menschen und institutioneller Logik konzentrieren, trägt der Ansatz des unternehmerischen Ökosystems dazu bei, intelligente Destinationen auf ihrem Weg zur Förderung der Entwicklung urbaner Nachhaltigkeit zu stärken.

Im Rahmen einer Evaluierung des unternehmerischen Ökosystems belegen qualitative Interviews mit Schlüsselpersonen die Bedeutung von Unternehmertum für die Entwicklung von smarten Regionen. Um die relevanten Faktoren für diese Art der Smart City-Positionierung zu identifizieren, zielt die Studie darauf ab, Smart City-Aspekte bei Experten für unternehmerische Ökosysteme, Anwohner:innen und Tourist:innen, die Innsbruck besuchen, zu erforschen, zu testen und zu analysieren. Die vorliegende Studie verwendet sowohl persönliche Interviews als auch Umfragen, um Initiativen und Ziele innerhalb der EES-Entwicklung der Stadt aus der Sicht der wichtigsten Stakeholder zu untersuchen. Es wurde ein Fragebogen angewendet, der die Wahrnehmung wichtiger Attribute zur Entwicklung smarter Städte durch lokale Anwohner:innen und Tourist:innen misst. Die Daten zeigen, dass die Anwohner:innen glauben, dass Innsbruck das Potenzial hat, eine smarte Stadt zu werden. Darüber hinaus bestätigen die Daten, dass der Ansatz unternehmerischer Ökosysteme von der Tourismusbranche in der Region profitiert, wobei festgestellt wurde, dass der Tourismus die jeweiligen Elemente eines regionalen Wirtschaftssystems verbessert, was folglich zu einer gesteigerten unternehmerischen Aktivität führt.

Kernergebnisse dieser Studie

Innsbruck hat Potenzial, eine smarte Stadt zu werden: Die Anwohner:innen gehen davon aus, dass Innsbruck das Potenzial zur smarten Stadt in sich trägt.

Unternehmerische Ökosysteme in ländlichen Regionen profitieren vom Tourismus: Tourismus unterstützt die regionale Wirtschaft, da dieser verschiedene wirtschaftliche Bereich verbessert und folglich zu einer gesteigerten unternehmerischen Aktivität führt. 

Attribute von smarten Regionen werden unterschiedlich wahrgenommen: Einheimische schätzen Treiber zur Entwicklung smarter ländlicher Regionen unterschiedlich auf.

Als schwächere Elemente des EES wurden der Mangel an IKT-qualifizierten Arbeitskräften und die mangelnde Bereitschaft der Finanzanbieter, Risiken einzugehen, identifiziert.

Sei bereit für alles, was die Zukunft im Tourismus bringt.