Forschung

Skispuren durch schmelzende Landschaften

Autoethnographie und Mensch-Natur-Beziehungen im alpinen Skisport.
Die Studie nutzt neue Methoden, um die Spannungen und Verflechtungen im Kern des Skisports zu beleuchten und so neue Perspektiven für eine hoffnungsvolle Zukunft zu fördern.
Publikation: Monica Nadegger (2023)
Alpine Skisport-Praktiken offenbaren tiefgreifende Spannungen und Verflechtungen mehr-als-menschlicher Beziehungen.
Die Studie beleuchtet neue Formen des Zusammenspiels zwischen Menschen, Schnee und Landschaft.
Diffraktive Auseinandersetzungen fördert neue Perspektiven und die Gestaltung von alternativen Zukünften.
Skifahren als Praxis kann die Erkenntnisse zu Zusammenspiel von Natur, Tourismus und Freizeitverhalten offenlegen.

Kurzfassung der Studie

Diese Studie konzeptualisiert den alpinen Skisport als eine Freizeitpraxis im Kontext des Anthropozäns. Dabei wird eine kritische Perspektive und eine diffraktive Methodik verwendet. Ziel ist es, die vielschichtigen Beziehungen zu Schnee und Landschaften im alpinen Skisport aufzudecken und zu thematisieren.
Mittels diffraktiver Vignetten veranschaulichen die Ergebnisse die Spannungen und Verflechtungen, die den Kern des alpinen Skisports ausmachen. Es wird aufgezeigt, wie diese Spannungen für die Mensch-Natur Verhältnisse und die Zukunft des Tourismus von Bedeutung sind.
Die Studie leistet einen Beitrag, indem sie aufzeigt, wie eine diffraktive Auseinandersetzung mit Freizeitaktivitäten dazu beitragen kann, herausfordernde und dennoch positive Haltungen („thinking-with“) Haltungen im Umgang mit diversen Akteur:innen in hoffnungsvollen Zukünften des Tourismus zu fördern.

Kernergebnisse dieser Studie

  • Alpines Skifahren als Praxis: Die Studie konzeptualisiert alpines Skifahren als eine Freizeitpraxis im Kontext des Anthropozäns.
  • Neue Verknüpfungen: Durch die Anwendung einer diffraktiven Methodik werden vielschichtige Beziehungen zu Schnee und Landschaften aufgedeckt und kritisiert und traditionelle Gegensätze und Grenzen zwischen Mensch und Natur durchtrennt.
  • Potenzial für eine spekulative Zukunft: Die diffraktive Auseinandersetzung soll neue, fürsorgliche und mitdenkende Haltungen („thinking-with“) gegenüber diversen Akteur:innen für hoffnungsvolle Zukünfte im alpinen Skisport fördern.

Sei bereit für alles, was die Zukunft im Tourismus bringt.