Kurzfassung dieser Studie
Das aktuelle akademische System legt großen Wert auf die Produktion großer Mengen an Publikationen, von denen viele nur eine begrenzte Neuartigkeit bieten. Infolgedessen fehlt es Wissenschaftler:innen an Zeit und Anreizen, sinnvolle Verbindungen zur Wirtschaft aufzubauen.
Die Studie argumentiert, das eine engere und effektivere Zusammenarbeit mit Stakeholdern unerlässlich ist, wenn Akademiker:innen einen spürbaren Einfluss auf die künftige Entwicklung haben wollen. Sie konzentriert sich in erster Linie auf die Industrie als wichtigen Stakeholder und bietet einen Überblick über Forschungswege, die zur Generierung relevanten Wissens beitragen könnten.
Insgesamt ruft die Studie zu einem Überdenken der Rolle der Wissenschaft bei der Gestaltung der künftigen Entwicklungen auf, mit besonderem Scherpunkt auf den Sozialwissenschaften und dem Tourismus als Forschungsfeld.
Kernergebnisse dieser Studie
- Wachsende Kluft durch Publikationsdruck: Das aktuelle akademische System priorisiert eine unhaltbar hohe Menge an Publikationen gegenüber der praktischen Relevanz, wodurch Wissenschaftler:innen die Zeit und die Anreize für eine bedeutsame Zusammenarbeit mit der Tourismuswirtschaft fehlen.
- Strukturelle und kulturelle Barrieren: Unterschiedliche Zeithorizonte (kurzfristige Lösungen vs. langfristige Systemänderungen), gegensätzliche Weltanschauungen sowie hohe administrative Hürden verhindern derzeit effektive Partnerschaften zwischen Forschung und Praxis.
- Zentrale Zukunftsthemen als Brücken: Die Studie identifiziert Nachhaltigkeit (Klimaresilienz) und Künstliche Intelligenz (digitale Transformation) als die entscheidenden Forschungsfelder, um die Relevanz der Wissenschaft für die Industrie wiederherzustellen.
- Notwendigkeit systemischer Reformen: Um einen echten gesellschaftlichen Einfluss zu erzielen, müssen akademische Anreizsysteme reformiert, bürokratische Prozesse vereinfacht und politische Rahmenbedingungen geschaffen werden, die gemeinsame Innovationen fördern.