Kurzfassung dieser Studie
Diese Studie untersucht die Rolle der Stakeholder-Zusammenarbeit bei der Förderung ökologischer Innovationen in Community-Modell-Tourismusdestinationen. Da Destinationen mit zunehmenden ökologischen Herausforderungen konfrontiert sind, ist essenziell zu verstehen, wie verschiedene Akteur:innen die Einführung von Nachhaltigkeitspraktiken erleichtern. Trotz einer wachsenden Zahl an Literatur zu den wirtschaftlichen Dimensionen der Destinationsentwicklung haben die spezifischen Mechanismen, durch die Stakeholder-Kooperationen umweltrelevante Innovationen katalysieren, bisher weniger wissenschaftliche Aufmerksamkeit erhalten.
Unter Verwendung eines Flexible Pattern Matching Approach (FPMA) und qualitativer Interviews in österreichischen Destinationen zeigt die Arbeit auf, wie Lernprozesse und dynamische Fähigkeiten - einschließlich Erfahrungssammlung, Wissensintegration und strategischer Visionierung - als Treiber für nachhaltige Innovationsfähigkeiten dienen. Die Ergebnisse belegen, dass kooperative Beziehungen den Wissensaustausch erleichtern, Vertrauen aufbauen, Ressourcen mobilisieren und Nachhaltigkeitsinteressen angleichen. Dies führt zu konkreten ökologischen Innovationen wie Energiegemeinschaften, nachhaltiger Mobilität und Slow-Food-Travel-Initiativen.
Durch die Weiterentwicklung des Strategic-Net-Frameworks bietet die Studie praktische Erkenntnisse für Destinationsmanager:innen und politische Entscheidungsträger:innen. Sie hebt hervor, wie gemeinschaftliche Bemühungen und unterstützende politische Rahmenbedingungen ökonomische, soziale und ökologische Ziele in Einklang bringen können, um die langfristige Nachhaltigkeit von Tourismusdestinationen zu sichern.
Kernergebnisse der Studie
- Zusammenarbeit als Fundament: Die Kooperation zwischen Akteur:innen innerhalb und außerhalb des Tourismus bildet die notwendige Basis für Lernprozesse und dynamische Managementfähigkeiten, die eine ökologische Transformation erst ermöglichen.
- Nachhaltige Innovationsfähigkeiten: Die Studie identifiziert drei spezifische Fähigkeiten - die Einbindung der lokalen Gemeinschaft, den kollaborativen Zusammenhalt und ein ausgeprägtes Nachhaltigkeitsbewusstsein - als entscheidende Treiber für grüne Veränderungen.
- Praktische ökologische Innovationen: Durch diese Kooperationsstrukturen entstehen konkrete Ergebnisse, die von nachhaltigen Dienstleistungen (wie Slow-Food-Travel-Initiativen) bis hin zu systemischen Managementprozessen (wie dem Aufbau lokaler Energiegemeinschaften) reichen.
- Qualität der Innovationen: Die Intensität und das Vorhandensein dieser kollektiven Fähigkeiten entscheiden maßgeblich darüber, ob eine Destination lediglich punktuelle Produktanpassungen vornimmt oder tiefgreifende, nachhaltige Systemveränderungen im Management erzielt.