Inspiration

RoboBistro14

Das vollautomatisierte Bistro des Landeskrankenhaus Hall

F.acT: Wie kam es zur Idee des RoboBistro14 und welches Problem löst dieses?

Ein freundlicher Mann in einem dunkelblauen Anzug lächelt beim Stehen im Freien vor einem unscharfen Hintergrund.

Wolfgang Markl: Der bisherige Pächter hat nach 5 Jahren den Betrieb des Cafe in diesem Haus eingestellt. Es war einfach nicht möglich, dieses Angebot (inkl. Personal) wirtschaftlich zu betreiben, da sowohl Mitarbeiter:innen, als auch Besucher:innen und Patient:innen zu ganz unterschiedlichen Zeiten etwas konsumieren. Das liegt einfach daran, dass ein Krankenhaus ein 24/7-Betrieb ist mit sehr vielen unterschiedlichen Dienstzeiten und Bedürfnissen. Um diesem Anspruch eines durchgehend verfügbaren Angebotes gerecht zu werden, entstand die Idee, unser bereits bestehendes Angebot an Automaten qualitativ und quantitativ zu erweitern und an einem gemeinsamen zentralen Standort zu verorten. Daher haben wir dort nun 4 verschiedene Angebote: 

  • Kaffee (auch frisch gemahlen) und Snacks der Firma Holly, 
  • Essen der Firma Kitchen Club, 
  • eigenes Angebot des Hauses 
  • und eben den neuen Roboter von HappyBytz.

F.acT: Wie effizient ist der Gastro-Roboter? Was kann er, wo liegen aber auch seine Grenzen bzw. Herausforderungen?

Ein freundlicher Mann in einem dunkelblauen Anzug lächelt beim Stehen im Freien vor einem unscharfen Hintergrund.

Wolfgang Markl: Dieser Roboter hat 18 gekühlte und mehrere Tage haltbare frische Zutaten, die in Form von Bowls (auch kalte Speisen, die dann in der Mikrowelle erwärmt werden können) ausgegeben werden. Die Bedienung ist einfach, die Bezahlung bargeldlos. Die Verfügbarkeit ist rund um die Uhr gegeben, in seltenen Fällen kann es aber natürlich auch einmal zu einer technischen Störung kommen. Daher haben wir ein breites Angebot und nicht nur eine Automatenlösung, sodass Kund:innen immer eine Auswahlmöglichkeit haben. Wir haben auch weiterhin am Krankenhausareal ein allgemein zugängliches Cafe mit Bedienung sowie den Speisesaal für das Personal.

F.acT: Wie sehen sie generell die Zukunft von Robotern in der Gastronomie?

Ein freundlicher Mann in einem dunkelblauen Anzug lächelt beim Stehen im Freien vor einem unscharfen Hintergrund.

Wolfgang Markl: Der Einsatz von Robotern wird sicherlich zunehmen, einerseits für einfache Tätigkeiten im Service, aber auch direkt in der Küche und im Spül- bzw. Reinigungsbereich. Was aus meiner Sicht (hoffentlich) bleiben wird, sind qualifizierte Köche sowie Personen im direkten Kundenbereich für Gespräche und individuelle Beratung/Service. Gehobene Gastronomie oder einen hochwertigen Barbereich kann ich mir ohne Menschen nicht vorstellen.

Wolfgang Markl

DDr. Wolfgang Markl, M.Sc., hat seine Diplom- und Doktoratsstudien an der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften abeschlossen (LFU Innsbruck) sowie Gesundheitswissenschaften an der UMIT Hall studiert. Seit 1994 ist er bei den Tirol Kliniken (vormals TILAK) in verschiedenen Funktionen tätig, seit über 25 Jahren Kaufmännischer Direktor in Hall. 

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