Kurzfassung dieser Studie
Die Winter verändern sich und gestalten den Wintersport weltweit neu. Diese Arbeit identifiziert eine Reihe von Strategien zur Förderung der Klimaresilienz der Olympischen und Paralympischen Winterspiele und untersucht die Herausforderungen, die mit zwei entscheidenden Klimaanpassungen verbunden sind. (1) Die Auswahl klimasicherer Austragungsorte ist unerlässlich, um das Risiko für zukünftige Spiele zu minimieren. Dies wirft auch die Frage auf, ob die aktuelle „One Bid, One City“-Partnerschaft für die Winterspiele in Zeiten des Klimawandels bestehen bleiben kann. (2) Die Kritik an der Abhängigkeit von der technischen Beschneiung bei den Winterspielen ist weit verbreitet. Wie wichtig ist die Beschneiung für die Zukunft der Winterspiele und wie kann sie nachhaltiger gestaltet werden?
Erkenntnisse aus dieser Studie
- Bedrohung durch den Klimawandel: Der fortschreitende Klimawandel verkürzt die Winterperioden auf der Nordhalbkugel und gefährdet durch abnehmende Schneesicherheit die Infrastruktur sowie die Sicherheit der Athleten. Da die klimatische Zuverlässigkeit vieler ehemaliger Austragungsorte sinkt, ist die langfristige Durchführung der Spiele in ihrer traditionellen Form ohne umfassende Anpassungen bedroht.
- Priorisierung klimasicherer Austragungsorte: Die Auswahl von Gastgebern, deren Wettkampfstätten nachweislich bis mindestens Mitte des Jahrhunderts klimasicher sind, ist die wichtigste Strategie zur Risikominimierung. Das IOC hat hierfür bereits neue Kriterien eingeführt, die sicherstellen sollen, dass zukünftige Spiele nur an Orten stattfinden, die trotz Erderwärmung verlässliche Bedingungen bieten.
- Zeitliche Anpassung der Paralympics: Die aktuell im März stattfindenden Paralympischen Winterspiele sind aufgrund der Frühlingswärme einem wesentlich höheren Klimarisiko ausgesetzt als die Olympischen Spiele im Februar. Eine Vorverlegung beider Veranstaltungen in die kälteren Monate Januar und Februar würde die Anzahl potenziell geeigneter Standorte massiv erhöhen und die Resilienz des gesamten Formats stärken.
- Unverzichtbarkeit und Nachhaltigkeit der Beschneiung: Ohne technische Beschneiung wäre die Durchführung des aktuellen Schneesportprogramms an fast keinem der potenziellen Standorte mehr möglich. Da der Bedarf an maschinellem Schnee weiter steigen wird, muss die Nachhaltigkeit dieser Maßnahme durch hocheffiziente Systeme und den Einsatz erneuerbarer Energien dringend verbessert werden, um ökologische Kritikpunkte zu entkräften.