Forschung

Warum Einheimische kleine Sport-Events unterstützen

Anwendung eines menschenzentrierten Ansatzes
Die Studie schlägt einen menschenzentrierten Ansatz für kleinere Sportereignisse vor, der Anwohner:innen nicht als passive Betroffene, sondern als aktive Mitgestalter:innen betrachtet und deren Unterstützung durch eine Kombination aus persönlichen, äußeren und zwischenmenschlichen Faktoren erklärt.
Sabrina Scheiber (2026)
Die Studie entwickelt einen neuen menschenzentrierten Ansatz, der die Sichtweisen und das aktive Engagement der Bewohner:innen bei kleineren Sport-Events gezielt in den Fokus rückt.
Ein wesentliches Ergebnis ist die Einführung einer interaktiven Dimension, die neben persönlichen und äußeren Faktoren auch die sozialen Beziehungen zwischen Bewohner:innen und dem Event berücksichtigt.
Bewohner:innen werden in diesem neuen Modell nicht mehr als passive Betroffene gesehen, sondern als aktive Partner:innen und Mitgestalter:innen (Co-Creators) des sportlichen Ereignisses.
Die Studie stellt fest, dass die lokale Verwurzelung und die Mitwirkungsmöglichkeiten bei kleineren Events zu einer stärkeren Bindung und nachhaltigeren Unterstützung führen als bei großen Mega-Events.

Kurzfassung dieser Studie

Der Bereich der Unterstützung der Einheimischen ist im Feld der Event-Studien fest etabliert. Trotz des wachsenden akademischen Diskurses über kleinere Veranstaltungen in den letzten Jahren bleibt die bewohnerbezogene Forschung oft empirisch wiederholt und weist nur geringe konzeptionelle Fortschritte auf. Dieser Artikel problematisiert theoretische, kontextuelle und methodische Einschränkungen bestehender Rahmenmodelle und zielt darauf ab, die Unterstützung der Einheimischen im Kontext von Nicht-Mega-Sport-Events (kleine Sportevents) unter einer menschenzentrierten Perspektive neu zu konzeptualisieren.

Durch die Integration von Perspektiven zu Co-Creation (Mitgestaltung) und sozialer Interaktion werden Bewohner:innen als aktive Stakeholder:innen positioniert, deren Engagement nicht nur durch interne und externe Faktoren, sondern auch durch Beziehungsdynamiken geprägt wird. Dieser theoretische Fortschritt reagiert auf die besonderen Merkmale von Nicht-Mega-Sport-Events (kleine Sportevents), die oft tief in der Gemeinschaft verankert sind und einen partizipativen Charakter haben. Der vorgeschlagene Ansatz trägt zu inklusiveren und nachhaltigeren Praktiken bei der Planung und Bewertung von Veranstaltungen bei und bietet eine Grundlage für zukünftige Forschung, um die Komplexität der Beteiligung von Einheimischen an solchen Events systematisch zu erfassen.

Kernergebnisse dieser Studie

  • Menschenzentrierter Ansatz: Die Studie fordert einen Perspektivenwechsel hin zu einem Modell, das die subjektiven Erfahrungen und Bedürfnisse der Bewohner:innen ins Zentrum der Veranstaltungsplanung rückt.
  • Aktive Mitgestaltung: Bewohner:innen sollten nicht mehr nur als passive Zuschauer:innen oder Betroffene betrachtet werden, sondern als aktive Partner:innen, die das Event als Co-Creator mitgestalten.
  • Interaktive Dimension: Ein entscheidendes neues Element des Forschungsmodells ist die Bedeutung der sozialen Beziehungen und der Qualität der Interaktionen zwischen Bewohner:innen, Organisator:innen und Teilnehmer:innen.
  • Lokale Einbettung: Im Gegensatz zu globalen Mega-Events sind kleinere Sportereignisse (Nicht-Mega-Sport-Events) oft tief in der lokalen Gemeinschaft verwurzelt und nutzen bereits vorhandene Infrastruktur.
  • Ganzheitliche Einflussfaktoren: Die Unterstützung der Einheimischen wird durch ein Zusammenspiel aus persönlichen Einstellungen (intern), den Rahmenbedingungen des Events (extern) und sozialen Dynamiken (interaktiv) bestimmt.
  • Nachhaltiger sozialer Nutzen: Durch die aktive Einbindung der Einheimischen können Events besser auf lokale Bedürfnisse wie Gesundheitsförderung und Gemeinschaftsentwicklung zugeschnitten werden, was die langfristige Akzeptanz sichert.

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