Kurzfassung dieser Studie
Die Studie untersucht den Fall der Salzkammergut Trophy, einer bedeutenden Mountainbike-Veranstaltung in den Alpen. Während der Covid-19-Pandemie führten die Organisatoren ein hybrides Veranstaltungsformat ein, das es den Teilnehmern ermöglichte, über einen längeren Zeitraum hinweg individuell zu starten.
Durch eine Befragung von Veranstaltungsteilnehmern und halbstrukturierte Interviews mit Stakeholdern bewertet diese Arbeit die Wahrnehmung der Teilnehmer, die Bewertungen der Stakeholder und die Rolle der Krise bei der Beschleunigung von Innovationen.
Die Ergebnisse zeigen eine hohe Zufriedenheit, eine starke Unterstützung des hybriden Formats durch die Stakeholder und Belege dafür, dass die durch die Pandemie auferlegten Einschränkungen dessen Einführung beschleunigten.
Das hybride Format stellt eine Produkterweiterung dar, welche die etablierte Marke der Veranstaltung nutzt, um Teilnahmemöglichkeiten zu erweitern und das Portfolio auszuweiten.
Diese Studie demonstriert, wie Krisen Innovationen vorantreiben können, indem sie aufzeigt, dass schnelle Veränderungen etablierte Veranstaltungen zwar nicht ersetzen, aber das Produktportfolio effektiv erweitern können.
Kernergebnisse dieser Studie
- Hohe Teilnehmerzufriedenheit mit dem hybriden Format: Die Untersuchung zeigt, dass die Teilnehmer mit der „Trophy Individual“ sehr zufrieden waren. Obwohl das klassische Rennformat im direkten Vergleich signifikant besser bewertet wurde, bot die hybride Lösung eine erfolgreiche Möglichkeit, die Bedürfnisse nach sportlicher Herausforderung während der Pandemie zu erfüllen.
- Strategische Akzeptanz als Produkterweiterung: Stakeholder betrachten das individuelle Format nicht als Ersatz, sondern als eine wertvolle und funktionale Ergänzung zum bestehenden Angebot. Die Studie ordnet die Innovation als eine Produkterweiterung ein, die die Glaubwürdigkeit der etablierten Marke nutzt, um neue Zielgruppen anzusprechen und die Inklusivität des Events zu steigern.
- Die Krise als Beschleuniger für Innovationen: Die Covid-19-Pandemie diente als entscheidender Katalysator, der die Organisatoren dazu zwang, etablierte Planungsmodelle schnell zu ändern und die Digitalisierung massiv voranzutreiben. Was ursprünglich als kurzfristige Notlösung gedacht war, entwickelte sich durch den krisenbedingten Druck zu einer permanenten strategischen Erweiterung des Veranstaltungsportfolios.
- Steigerung der langfristigen Resilienz: Durch die Einführung des hybriden Formats konnte die Veranstaltung ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Schocks stärken und ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern. Die Erweiterung des Portfolios erlaubt es den Organisatoren, flexibler auf zukünftige Unsicherheiten zu reagieren und den Markenwert auch unter schwierigen Bedingungen aufrechtzuerhalten.